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Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:57 Uhr

Eine Meinung – Meine Meinung

Welcher Umgang mit Carl Duisberg ist richtig?
Klaus-Günther Conrads berichtet aus dem Inneren des CDG

Carl Duisberg war ein ehrgeiziger Mensch, auf den die berühmte Tellerwäscher-Karriere zutreffen könnte. Früh wollte er Chemiker werden, bekam nicht auf Anhieb die gewünschte Lehrstelle und arbeitete sich doch bis zum Bayer-Chef und Branchen-Primus hoch. Auch wenn er sich um das Leben der Mitarbeiter kümmerte und durch Studentenförderung eine soziale Ader bewies, war er doch „Kaisertreu“ und ging rund um Produktion und Verkauf von Chlorgas buchstäblich über Leichen. Ich möchte mir dennoch kein Urteil erlauben, weil ich Duisberg nicht persönlich gekannt habe. Mein Empfinden ist zwiespältig und Argumente für und gegen Umbenennung von Gymnasium und Straße gibt es genug.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:48 Uhr

Ein wohl klingender Name: Carl Duisberg

Der große Wirtschaftsführer und seine Kriegsschuld
Einige Jahre nach seiner Geburt am 8. November 1861 im Hause Heckinghauser Straße 58 äußerte Carl Duisberg selbstbewusst: „Ich will Chemiker werden!“ Und dass aus ihrem Sohn einmal etwas würde, wusste Mutter Wilhelmine wegen des Talentes ebenso früh. Der Sohn eines Bandwirkers besuchte die Oberrealschule in Barmen, die später seinen Namen erhielt, und arbeitete sich vom Chemiker bis zum Direktor des in Heckinghausen entstandenen Chemieriesen Bayer nach oben. Als Duisbergs Leben am 19. März 1935 endete, würdigte ihn die englische Zeitung „Times“, dass er „alles in allem als der größte Industrielle angesehen werden muss, den die Welt zur Zeit gehabt hat“.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:46 Uhr

Eine Meinung –meine Meinung

Bildung ist Investition in Mensch und Stein
Klaus-Günther Conrads beobachtet Sanierungen und ihre Folgen an Wuppertaler Schulen

Es muss (wieder) einmal gesagt werden, dachte sich Oberbürgermeister Peter Jung beim Festakt zum 150-jährigen Jubiläum des Carl-Duisberg-Gymnasiums: „Mit der 30-Millionen-Euro in die Sanierung des CDG setzen wir, natürlich durch Fördermittel unterstützt, ein deutliches Zeichen für die Bildung und brauchen uns im Lande nicht zu verstecken.“ In der Tat befleißigt sich die Stadt einer strategischen, langjährigen Herkulesaufgabe, die in der Bevölkerung weitgehend als selbstverständlich empfunden wird. Alles maß topp sein! Deshalb wird sich der Dank des Volkes in engen Grenzen halten.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:44 Uhr

Carl-Duisberg-Gymnasium feiert mitten im Umbau

In 150 Jahren viele gesellschaftliche Umbrüche
(kgc). 150 Jahre Carl-Duisberg-Gymnasium ist mehr als nur eine lange Zeitspanne. Auch mehr als eine Zeitreise von der Realschule 1. Ordnung (1861) am Barmer Hauptbahnhof über die Filialschule Wupperfeld (ebenfalls 1861) in der Sternstraße, höhere Bürgerschule (1867), ab 1874 Oberrealschule und Realgymnasium in der Von-Eynern-/Diesterwegstraße, Benennung nach Carl-Duisberg (1936) bis zum Umzug ins Schulzentrum Ost (1978). In den 150 Jahren erlebte Deutschland das Deutsche Reich, die Weimarer Republik, Nazi-Diktatur, Bundesrepublik und Wiedervereinigung mit allen bildungspolitischen Folgen.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:40 Uhr

Der Kampf um das einzelne Baudenkmal

Sind Garagen und Tankstellenreste aus den 50er Jahren wertvoll?
(kgc). Wuppertal hat nach Köln die meisten Baudenkmäler. Die entsprechende Denkmalliste ist das Arbeitsergebnis der 1990er Jahre. Davon, dass die Unterschutzstellung längst keinen Ewigkeitsschutz bedeutet, kann die Untere Denkmalbehörde ein Lied singen. Ob durch private Immobilienbesitzer, öffentliche Einrichtungen oder die Kommune selbst, immer wieder werden Gebäude oder Anlagen in Frage gestellt. Bekannteste Beispiele sind die Müngstener Brücke und Schwebebahnhöfe, wie die Wagenhalle in Oberbarmen. In Ronsdorf wartet eine Stützmauer an der reformierten Kirche auf den Abriss. Dem Denkmalamt blieb außer einer Zustimmung keine Alternative, weil die Kirchengemeinde die denkmalgerechte Sanierung von 450.000 Euro niemals aufbringen kann.
Bei Vorschlägen für weitere historische Bauten reagiert die Stadt zurückhaltend. Ganze Denkmalbereiche, ob Beyenburg oder Brill, sind eher im Blick.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:32 Uhr

Wuppertals grüne Anlagen bekommen ein Gesicht

Neue Handbücher über Nordpark und Lüntenbeck
Ein neues Marketingprodukt wird weiterentwickelt: „Wuppertals grüne Anlagen“. Eine Z-Card bildet über 30 Parks und Gärten ab und muntert ebenso zum Besuch dieser „grünen Schätze“ auf, wie die dazu gehörige Website: www.wuppertals-gruene-anlagen.de. Im de Weerth-Garten, auf der Hardt, am Hohenstein und im Nordpark gibt es ansprechende Informationstafeln („Möbel). Nach dem ersten Band über den Landschaftsgarten Hardt ergänzen jetzt die beiden Bände über die „Waldanlage Nordpark“ und „Grüne Meile Lüntenbeck“ aus der Edition Köndgen eine kleine Handbuch-Reihe. Bemerkenswert ist bei allen Produkten das einheitliche Design und die dunkelrote Farbe. Dafür zeichnen Daniel Neisser und Sylvia Zöller vom gleichnamigen Designbüro verantwortlich.

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:31 Uhr

Geschichtsverein ist Klammer für das Bergische Land

Kompetenz in Sachen Landes- und Stadtgeschichte
(kgc). Die Geschäftsstelle des Bergischen Geschichtsvereins war bis zur Pensionierung des Direktors Dr. Uwe Eckardt vor zwei Jahren im Stadtarchiv an der Friedrich-Engels-Allee beheimatet. Das war auch eine Würdigung des Gründungsortes des BGV 1863 in Elberfeld. Zum Umzug nach Solingen erklärt Dr. Sigrid Lekebusch, Vorsitzende der Wuppertaler BGV-Abteilung: „In der Klingenstadt ist unsere Gesamtvereinsvorsitzende Dr. Beate Battenfeld zuhause. Unser Stadtarchiv ist aufgrund der Personalknappheit und neuer Aufgaben nicht in der Lage, weiterhin für den Verein zu arbeiten. Dies tut uns sehr leid.“

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:29 Uhr

Und schon wieder diese Fledermäuse…

Aus Wassermangel drohten Tiere am und im Laaker Teich zu sterben
(kgc). Zwischen Wupper und dem Steilhang des Marscheider Waldes gibt es seit rund 110 Jahren den Laaker Teich. Unabhängig von seinem Nutzen zum Betrieb einer Dampfmaschine und als Feuerlöschwasserteich der Firma Vorwerk und nicht mehr erforderlicher, künstlicher See hat er sich zur Heimat für zahlreiche Tier- und Vogelarten entwickelt, die nach Auffassung der Bevölkerung teilweise besonders geschützt sind: Kröten, Frösche, Fledermäuse, Wasseramseln, Schwäne, Enten, Blesshühner, Kormorane, Graureiher, Nilgänse und Fische. In den letzten Wochen war der Wasserpegel deutlich gefallen, so dass das Leben der Tiere gefährdet war. Während der Recherchen zu diesem Bericht wurde eine zuvor „probeweise“ geschlossene Schleuse geöffnet, so dass der Pegel des Teiches wieder anstieg. Stilles Eingeständnis eines Fehlers?

Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 20:26 Uhr

Geld rauscht nochmals

(kgc). Laienspieltheater haben in Wuppertal Konjunktur! Beweise sind ausverkaufte Aufführungsorte und begeistertes Publikum. In Oberbarmen spielte der Laienspielkreis der katholischen Kirchengemeinde St. Johann Baptist sechsmal im gefüllten Saal des Johanneshauses die Kriminalkomödie „Der Damenclub von Marquis Crossing und sein erster Mordversuch“ von Pat Cook. In Ronsdorf führt alljährlich Pfarrer Gerd Stratmann, Bruder der bundesweit bekannten Komödiantin Cordula Stratmann und in herausragenden Rollen, die Laienspielgruppe der katholischen Gemeinde St. Joseph zu Ruhm und Ehre. In der Komödie „Einmal Bali und zurück“ blieb buchstäblich kein Auge trocken. Die Pointen kamen Schlag auf Schlag. Das Elterntheater „Himmel und Erde“ von der Grundschule Birkenhöhe gastierte mit der Komödie „Sturmfreie Bude“ in der Oberbarmer Färberei am Stennert und löste einen Beziehungsknoten.

(kgc). Es gibt Politiker, Beamte (in der Stadtverwaltung sind es längst mehr Angestellte) und Bürger. Obwohl: eigentlich sind alle Menschen. Doch weil das Vertrauen der Bürger in die Politik und öffentliche Hand („die Verwaltung ist nicht neutral, sondern wird von Interessengruppe geleitet“) tief erschüttert ist, wird der Ruf nach Bürgerhaushalten immer lauter. Die Städte reagieren unterschiedlich. Manche Verwaltungen fragen die Meinungen der Internetnutzer konkret ab, die Stadt Wuppertal spricht eher von einem Beratungsinstrument, ohne Rechte und Pflichten.

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