Barmer Lexikon
Dienstag, den 23. Februar 2010 um 00:40 Uhr

Barmen 1070 erste urkundliche Erwähnung im Heberegister des Klosters Werden. Besiedlung hat um 800 begonnen. 1808 Verleihung der Stadtrechte. Seit 1929 Teil der damals neuen Großstadt Wuppertal.

Barmenia Aus der Barmer Ersatzkasse hervorgegangene private Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Krankenversicherung mit Verwaltungssitz an der Kronprinzenallee. Der frühere „Leipziger Verein Barmenia“, die heutige Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG zog 1966 nach Elberfeld.

Barmer Amtsgericht Historisches Gebäude an der Sedanstraße.

Barmer Angriff Alliierter Luft- und Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg, in der Nacht vom 29. zum 30. Mai 1943, auf Barmen und Ronsdorf.

Barmer Anlagen Zweitgrößte deutsche Parkanlage in bürgerschaftlichem Besitz, im Barmer Süden ab 1870 durch den Barmer Verschönerungsverein angelegt.

Barmer Anzeiger Eigene Barmer Tageszeitung.

Barmer Artikel Sammelbegriff für Bänder, Litzen und Spitzen. Exportwaren.

Barmer Bahnhof Einstiger Hauptbahnhof von Barmen.

Barmer Bergbahn Verkehrte von 1894 bis 1959 als erste elektrische, zweigleisige Zahnradbahn der Welt zwischen Clef und Toelleturm. Eingebunden in ein Netz von Straßenbahnen.

Barmer Ersatzkasse Als Kaufmännischer Verein für Handelsangestellte gegründet, hat sich die Barmer Ersatzkasse, auch durch Fusion mit einer Kasse in Görlitz, zur größten deutschen Krankenkasse (Stand 2007) entwickelt.

Barmer Gesellschaft Concordia Historisches Gesellschaftshaus an Werth und Johannes-Rau-Platz; vis-a-vis vom Rathaus.

Barmer Kunsthalle Ausstellungssäle des Von-der-Heydt-Museums im Haus der Jugend.

Barmer Kunstverein 1866 mit dem Ziel gegründet, Barmen als Kunststadt ein Profil zu geben. Später Fusion mit dem Elberfelder Kunstverein.

Barmer Planetarium 1926 in den oberen Barmer Anlagen an der Unteren Lichtenplatzer Straße, damals gegenüber der Barmer Stadthalle, fertig gestellt, 800 Zuschauerplätze. 1943 schwer beschädigt und 1955 abgerissen.

Barmer Platt Platt (ursprüngliche Bedeutung „klar“, „verständlich“) ist eine Sammelbezeichnung für niederdeutsche Mundarten, die von der hochdeutschen Lautverschiebung nicht erreicht wurden; als grobe Sprachgrenze gilt die „Benrather Linie“ (nach Osten bis Magdeburg); im Niederdeutschen viele regionale und lokale Untergruppen, u.a. auch Barmer Platt

Barmer Ruhmeshalle Zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. („100-Tage-Kaiser“) errichtet und 1900 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht (nebst Probefahrt mit der Schwebebahn)

Barmer Schule 1579 gegründete erste Schule in Barmen.

Barmer Sport-Club Vorläufer des Wuppertaler Sport-Clubs, der mit dem Eisenbahnsportverein Ost zum Sport-Verein Heckinghausen fusioniert hat.

Barmer Stadion 1922 mit einem Fassungsvermögen von 12 000 Zuschauern eröffnet; größere Pläne scheiterten an der Inflation. Lag auf dem heutigen Gelände der Bereitschaftspolizei auf dem Lichtenplatz.

Barmer Stadthalle An der Unteren Lichtenplatzer Straße 100-102 gelegen (auf dem alten BEK-Gelände), 1895-97 erbaut, 1943 zerstört, bot sie (nicht in städtischem, sondern im Besitz des Barmer Verschönerungsvereins) insgesamt etwa 1.800 Besuchern Platz.

Barmer Straßenbahn AG Verkehrsbetrieb ist 1940 mit anderen Unternehmen in der Wuppertaler Bahnen AG aufgegangen, die später in Wuppertaler Stadtwerke AG umbenannt wurde.

Barmer Theater Vorgängergebäude des Opernhauses im unteren Fischertal.

Barmer Theologische Erklärung Vertreter der 18 evangelischen Landeskirchen verabschiedeten im Mai 1934 Thesen, die deren Aufgehen in der nationalsozialistisch orientierten Reichskirche der „Deutschen Christen“ verhinderten.

Barmer Turngemeinde Sportverein.

Barmer Turnverein 1846 gegründet, ältester Sportverein Wuppertals, einer der ältesten überhaupt in Deutschland.

Barmer Verschönerungsverein 1864 gegründeter Verein. Eigentümer der Barmer Anlagen.

Barmer Wald Wald zwischen Barmer Anlagen und Murmelbachtal.

Barmer Zeitung Frühere Tageszeitung.

Barthels-Haus

Bayer 1863 von Friedrich Bayer und Friedrich Weskott als Farbenfabrik gegründet.

Benjamin-Engels-Haus

Bergische Bahnen Förderverein Wupperschiene e.V. Der aus zwei früheren Vereinen entstandene Club bemüht sich ehrenamtlich um die Reaktivierung der stillgelegten Eisenbahnstrecke von Rauental nach Wilhelmstal an der Wuppertalsperre. Züge sollen bald von Oberbarmen durch das Wuppertal rollen. www.bbfw.de

Berufskolleg Barmen

Bleicherbrunnen

Bleicherei Gewerbe, welches das Bleichen der Flachsgarne durch Kochen in Pottasche und Beträufeln der Garnbündel mit kalkarmem Wupperwasser auf den Wupperwiesen, den „Bleichen“, betrieb.

Bredt Alteingesessene Barmer Familie (seit 16. Jahrhundert erwähnt), aus der im 18. und 19. Jahrhundert namhafte, auch überregional bekannte Politiker hervorgingen.

Breite Burschen Barmen

Bruch Alter hochdeutscher Flurname für Feuchtgebiete (im Niederdeutschen „-breck“), z.B. Heubruch, Ottenbruch, Nächstebreck und Gennebreck.

Cäcilia

Caritas-Stadtteiltreff A-Meise

CityKirche Barmen Einrichtung der Evangelischen Kirche in Wuppertal. Betrieben von der Wuppertaler Stadtmission unter dem Dach der Gemarker Kirche.

Deutscher Alpenverein Die Trasse

Dörner Hof Alter Herrenhof „in den Dörnen“ (heute: Unterdörnen und Oberdörnen), schon in der „Barmer Hofesrolle“ aus dem 14. Jahrhundert erwähnt.

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft

Engels Friedrich Engels (geb. 1820), Barmer Fabrikantensohn, seit 1849 in England lebend (gest. 1895), zusammen mit Karl Marx Begründer des sog. wissenschaftlichen Sozialismus.

Engelshaus

Europaschule

Familienclub Wuppertal

Familienpaten

Fäden, Farben, Wasser, Dampf - 13 Routen

Färberei Entwicklung von einer echten Färberei zum Kommunikationszentrum in Oberbarmen.

Flechtmaschine

Flugplatz Langerfeld

Friedensheim Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Gemeinde.

Friedenskirche Gotteshaus der Evangelisch-lutherischen Gemeinde.

Garnnahrung Privileg der Garnbleicherei von 1527 für Barmer und Elberfelder Bleicher im Herzogtum Berg.

Gemarke Alter Name für das heutige Barmer Stadtzentrum, der an die alte „Mark“ erinnert, das gemeinsame Eigentum aller Markgenossen.

Geopfad

Geschichtswerkstatt

Groß-Barmen Siedlung im heutigen Namibia, der früheren deutschen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“.

Haus der Jugend Als Begegnungszentrum für die Barmer Jugend 1958 eröffnet, aus den Trümmern der Ruhmeshalle (ohne Kuppel) wieder aufgebaut.

Historisches Zentrum Ensemble aus Museum für Frühindustriealisierung und Engelshaus.

Hochzeit im Engels-Haus

Hösterey-von Rague´ Typisch bergisches Haus am Mühlenweg, der ehemaligen Hauptverkehrsader der Gemarke.

Immanuelskirche Ein Trägerverein machte aus der Not eine Tugend. Weil die Evangelisch-reformierte das Gotteshaus in Oberbarmen nicht mehr brauchte, wurde die Kirche für kulturelle Veranstaltungen genutzt und gilt als heimliche "Barmer Stadthalle".

Initiative für krebskranke Kinder e.V. Wuppertal

Jahrhundertplatz mit Jahrhunderteiche Wegekreuz im Barmer Wald. Dieser Platz wurde 1908 zum Jubiläum 100 Jahre Stadt Barmen angelegt und eine 17-jährige Eiche gepflanzt.

Junior Uni an der Lebensader Wuppertal

Kantorei Barmen-Gemarke Über die Region hinaus bekannter Kirchenchor der evangelischen Gemarker Kirche (heute City-Kirche), Verkündungsort der „Barmer Theologischen Erklärung“. Homepage

 

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung


Katholische Kirche St. Antonius
Gedenktage 2009

Katholische Kirchengemeinde St. Johann Baptist

Kolpingfamilie Barmen

Kolpinghaus Für Handwerksgesellen errichtete Herberge.

Konzentrationslager Kemna 1933 wurde in der Kemna eines der ersten deutschen Konzentrationslager eingerichtet. 75 Jahre später wird in zahlreichen Veranstaltungen an die Quälerei von Menschen erinnert. www.kz-kemna.de

Kirchen

Krankenhaus Erstes Krankenhaus in Barmen.

Kreuzigungsgruppe St. Johann Baptist

Kunstgewerbeschule Schule für handwerkliche und künstlerische Ausbildung, 1894 in der Gewerbeschulstraße eröffnet.

Luftkurhaus Ausflugsgaststätte am Toelleturm.

Lütterkus Heidt, HofeshausEines der ältesten Häuser des Wuppertals steht auf dem Heidt in der Barmer Südstadt.

Männerchor Flügelrad Wuppertal 1908 weitere Information auf folgender Seit: www.maennerchor-fluegelrad.de

Männergesangverein Cäcilia Barmen

Museum für Frühindustrialisierung siehe Historisches Zentrum.

Nordbahntrasse

Oberbarmen Nach der Gründung der Stadt Wuppertal 1929 aufkommende Bezeichnung für das alte Rittershausen in Analogie zu Unterbarmen.

Opernhaus Nachfolger des ehemaligen Barmer Theaters an neuem Standort.

Pauluskirche Die Pauluskirche ist das zweite für die Vereinigt-evangelische Gemeinde Unterbarmen errichtete Gotteshaus.

Neues Buch über das Opernhaus

Pfalz

Rheinische Mission Die Rheinische Mission hat ihre Wurzeln in Barmen.

Sozialdienst Katholischer Frauen

Stadtmission Selbstständige Einrichtung der Evangelischen Kirche im Rheinland: CityKirche Barmen, Diakonische Einrichtung an der Heinrich-Böll-Straße auf der Hilgershöhe.

Stadtteiltreff A-Meise

Textilschule Noch heute besteht die Schule der Rheinischen Textilindustrie an der Kreuzung Gewerbeschulstraße/An der Bergbahn (früher Louisenstraße).

Toelleturm Aussichtsturm auf den Südhöhen mit weitem Blick ins Bergische Land. Wahrzeichen Barmens.

Trägerverein Immanuelskirche

Wuppertal-Bewegung

Vorwerkpark Einer der wertvollsten deutschen Rhododendronparks wurde vor über 100 Jahren zwischen Barmer Wald und Marper Bach gestaltet.

Vorwerk und Co. Carl und Adolf Vorwerk gründeten 1883 die Firma „Vorwerk & Co.“ zur Fabrikation von Teppichen. Im gleichen Jahr schied Adolf Vorwerk aus und konzentrierte sich auf den Familienbetrieb „Vorwerk & Sohn“. Zu Weltruhm gelangte „Vorwerk und Co.“ Durch Bau und Direktvertrieb des Kobold-Staubsaugers.

Vorwerk und Sohn Carl Vorwerk gründete 1827 das Textilunternehmen Carl Vorwerk & Sohn in Wupperfeld. Fabrikation und Verwaltung im Kohlgarten.

Werth Alter Flurname, der so viel wie Insel bedeutet, hier Flussinsel zwischen Wupper und Barmer Mühlengraben. Adolf Werth ist einer der bedeutenden Geschichtsschreiber und Mitgründer des Bergischen Geschichtsvereins.

Wupperhof Befand sich im Wupperbogen beim heutigen Wupperfeld, auf dessen Fläche sich später die Textilfirma Barthels Feldhoff ansiedelte.

Wuppermann Alteingesessene Barmer Familie auf dem Hof „Zur Scheuren“, aus der im 19. Jahrhundert namhafte Lokalpolitiker und Firmengründer hervorgingen.

Wupperschiene Der aus zwei früheren Vereinen entstandene Club bemüht sich ehrenamtlich um die Reaktivierung der stillgelegten Eisenbahnstrecke von Rauental nach Wilhelmstal an der Wuppertalsperre. Züge sollen bald von Oberbarmen durch das Wuppertal rollen. www.bbfw.de

Wuppertal-Bewegung

Wuppertaler Hof Erstmals Hotel am Bahnhof Barmen.

Wuppertaler Wirtschaft

Sammlung: Dr. Wolfgang Diepenthal, Klaus-Günther Conrads

Literatur

- Die Geschichte von Barmen, Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals Band 8, Dr. V.P. Sonderland, 1821, 1963 Nachdruck mit Ergänzungen, Born-Verlag

- Wuppertal-Barmen, Michael Magner, Reihe „Archivbilder“, Sutton-Verlag, 2001

 
Zuletzt geändert am: Montag, den 06. September 2010 um 20:18 Uhr